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  • autorinhannawagner

Ein besonderer Geburtstag

Aktualisiert: 18. Aug. 2021

Ist der Prozess, ein Buch zu schreiben, nicht ein bisschen vergleichbar mit einer Schwangerschaft?

Es gibt den Funken der Idee zu einer Geschichte,

die in der Fantasie des Autors auf einen fruchtbaren Nährboden trifft. Manche sprechen von der Muse, die einen küsst, andere sagen, ihr Autoren-Ich würde sich lautstark melden.

Die Idee reift und wächst. Möglicherweise entsteht ein Arbeitsexposé mit einer Figurenplanung, dem Plott oder sogar eine ausgereifte Szenenplanung. Vielleicht ist die Idee auch wie ein Film im Kopf gespeichert, die einfach darauf drängt, aufgeschrieben zu werden.


Ist die Geschichte erst geschrieben, geht es in die lange Phase der Überarbeitung. Wochen und Monate verstreichen. Man wird geplagt von Schlaflosigkeit, sitzt mitunter viel zu lange am PC bis die Buchstaben auf dem Bildschirm verschwimmen und zu einer undurchsichti-gen Suppe werden.


Hat man diese Phase erfolgreich absolviert, geht es in den Endspurt. Wer nicht auf die Suche nach einem Verlag oder einer Literaturagentur geht, muss sich spätestens an dieser Stelle mit den Aufgaben des Selfpublishing vertraut machen. Lektorat, Korrektorat, Satz, Cover, Klappentext, Marketing... Dieser Teil der Buchschwangerschaft nimmt noch einmal die letzten Reserven an Geduld und Kraft, ehe man sein Baby endlich marktreif hat.

Doch genau wie in echten Schwangerschaft lohnt sich jede Anstrengung für den Moment, in dem man sein Werk in den Händen halten kann und die Tränen der Freude, Erleichterung und des unendlichen Glücks fließen.


Diesem Augenblick schaue ich entgegen. Jeden Tag rückt er ein kleines bisschen näher und mit jedem Häkchen, das ich auf meiner To-Do-Liste setze, hüpft das Herz ein wenig aufgeregter in meiner Brust. Und genau wie im richtigen Leben kann ich es kaum erwarten, dass die Geburtsstunde endlich da ist.







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